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Andreas Meichle, in 14. Generation Fischer auf dem Bodensee.

Andreas Meichle

In 14. Generation Fischer auf dem Bodensee.
„Ein Berufsstand, den es schon seit Jahrtausenden gibt...“
Privilegiert. Die Arbeit rund um den Bodensee bringt automatisch ein gewisses Flair mit sich. Dieses macht sich natürlich umso stärker bemerkbar, wenn sich die Tätigkeit auch tatsächlich auf dem See abspielt. So wie bei Andreas Meichle. Er ist Hagnauer Bodensee-Fischer in 14. Generation, und erzählt uns von seinem schönen, spannenden, mitunter aber auch nicht ungefährlichen Leben.
Andreas Meichle
Ausfahren, Netze auswerfen, den Fang einholen und abends zurück in den Hafen – die landläufige Vorstellung vom Beruf des  Fischers sieht recht romantisch aus. „Früher mag das auch noch so gewesen sein“, erzählt uns Andreas Meichle, der den elterlichen Fischereibetrieb übernommen hat. Er selbst hat aber eine Ausbildung zum Fischwirt hinter sich, es folgten Gesellenjahre und Schule, bis er sich nun Fischwirtschaftsmeister nennen darf – erst damit kann man das Fischereirechts-Patent erwerben. Dennoch kann Meichle natürlich nicht klagen: „Der See vor der Haustür, dahinter die Berge, das ist schon ein privilegierter Zustand.“

Arbeiten auf einem der schönsten Plätze überhaupt!


In der 14. Generation betreiben die Meichles das Geschäft mit den stummen Seebewohnern – das sind geschätzt an die 300 Jahre! Ob man von der Fischerei auch in zwanzig Jahren noch leben kann? Meichle überlegt kurz: „Wie es in Zukunft aussieht, ist un-gewiss, die Fänge sind in den letzten Jahren zweifellos zurück-gegangen.“ Andreas Meichle sieht dennoch positiv nach vorne, ganz im Sinne der Familientradition: „Warum sollte denn auch ein Berufsstand schlecht sein, den es schon seit Jahrtausenden gibt?“ Da kann man nur schwerlich widersprechen!
Andreas Meichle
Andreas Meichle

Der See kann auch tückisch sein!


Eine laue Brise, sanft übers Wasser gleiten... Der Bodensee ist nicht immer so idyllisch: Es ist der 26. März 2008. Nachmittags gegen 17 Uhr wird der Fischer wie aus heiterem Himmel von einem Fönsturm überrascht: „Windstärke 10 bis 12, die Wellen bis zu 4 Meter hoch, und ich mitten auf dem See.“ Schnell wird deutlich: Dass er heute so gesund und munter vor uns steht, ist keine Selbstverständlichkeit. „Seitdem feiere ich da meinen 2. Geburtstag.“

Wir kommen wieder zu erfreulicheren und schmackhafteren Themen, nämlich zum Kern seines Geschäfts, den Fischen. Restaurants in der Region, aber auch private Genießer, die auf gute Ernährung Wert legen, zählen heutzutage zum Kun-denstamm. Was er denn so alles an Land zieht, wollen wir von  Andreas Meichle wissen. „Felchen, Kretzer (auch als Flussbarsch bekannt), Saibling, Forelle, Aal; das sind die Fische, die der Bodensee hauptsächlich hergibt.“ Wer sich selbst ein Bild davon machen will, dem sei der Besuch einer seiner Verkaufswägen  oder von Restaurants in und um Hagnau angeraten.
Andreas Meichle
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